Künstliche Befruchtung. Gründe - kunstlichebefruchtung

Künstliche Befruchtung. Gründe

Weltweit wird die Gesamtzahl der als Retortenbaby geborenen Kinder auf 3,5 Millionen geschätzt. Allein in Deutschland sind 2008 ca. 10.000 Babys nach einer künstlichen Befruchtung auf die Welt gekommen. Bei einem von sieben Paaren bleibt der Kinderwunsch leider unerfüllt. Die Gründe dafür sind sehr unterschiedlich: sie können zu gleichen Teilen bei der Frau, dem Mann oder bei beiden gemeinsam liegen.

Künstliche Befruchtung

Aufgrund der Gesundheitsreform 2004 können sich viele Paare eine künstliche Befruchtung allerdings nicht mehr leisten: im Gegensatz zu vorher tragen die Krankenkassen jetzt nur noch maximal 50 Prozent der Kosten – für drei Behandlungen (Befruchtungszyklen). Dieses hatte einen – wenn auch eher kurzzeitigen – hohen Geburtenrückgang in Deutschland zur Folge. Erst kürzlich hat der Bundesrat dieses Thema aufgegriffen und sieht in dem Geburtenrückgang ein großes Problem. Die Idee: Das im Jahre 2004 verabschiedete GKV-Modernisierungsgesetz soll außer Kraft gesetzt und kinderlose bzw. sterile Paare sollen in Zukunft bei der Kinderplanung unterstützt werden. Dieses würde wiederum die gesetzlichen Kassen jährlich mit zusätzlichen 100 Millionen Euro belasten.

Übrigens: die Weltgesundheitsorganisation (WHO) spricht dann von einer Sterilität, wenn bei einem Paar nach zwei Jahren regelmäßigen Geschlechtsverkehrs keine Schwangerschaft erfolgt (GF = zweimal pro Woche).